Jahrgang 5 und 6

Der Übergang von der Grundschule zur Friedensschule

Die Friedensschule möchte den Kindern den Übergang von der Primarstufe zur Sekundarstufe erleichtern. Ihr Ziel ist es, jedes einzelne Kind in seiner Entwicklungsstufe da abzuholen, wo es sich gerade befindet, und es auf dieser Grundlage optimal zu fördern. Deshalb arbeitet die Friedensschule eng mit den Grundschulen zusammen und hat folgende pädagogische Bausteine entwickelt:

- Tag der offenen Tür

- Hospitation und Gespräche an den Grundschulen

- Kennenlernnachmittag

- Begrüßungsgottesdienst/Einschulungsfeier

- Wiedersehen mit ehemaligen Grundschullehrerinnen und -lehrern

- Patensytem: Jede Klasse wird von zwei Schülerinnen und Schüler aus Jg. 11 unterstützt

Die Friedensschule bietet acht verschiedene Wahlmöglichkeiten an. Sofern die Rahmenbedingungen es zulassen, werden thematisch die sechs Klassen eingerichtet, für die sich die meisten Kinder entschieden haben. Jede Schwerpunktklasse ist mit mindestens einem Unterrichtsfach verknüpft: z.B. Mathemagierklasse mit Mathematik, Gesundheitsklasse mit Sport und Hauswirtschaft.

In den zwei Schwerpunktstunden wird vor allem handlungsorientiert gearbeitet. Zwei Lehrkräfte unterstützen die Schülerinnen und Schüler dabei.

Wichtig sind uns dabei vor allem folgende Aspekte

a) der fachliche Aspekt:

Wir bieten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich vertiefend und erweiternd mit Themen zu beschäftigen, die im Unterricht zwar angesprochen, aber aus Zeitgründen nicht intensiv behandelt werden können. Die beiden Zusatzstunden im Schwerpunkt sollen vor allem Spaß am Lernen und Entdecken machen, auch am Gestalten und selbstständigen Tun.

b) der soziale Aspekt:

Wir möchten den Kindern das Einleben in die neue Schule und in die neue Klasse erleichtern. Dazu gehört auch der Aufbau der Klassengemeinschaft.

So könnten z.B. die Kinder der ForscherKlasse demnächst zu Hause erzählen: „Wir Forscher haben heute herausgefunden, warum der Rotkohl beim Schneiden blaue Hände macht.“ 

Weitere Details können hier und in unserer Broschüre „Schwerpunkte setzen! Individualität fördern - Identifikation schaffen“ nachgelesen werden.

Da Sprachkompetenz die Basis für alle Unterrichtsfächer bildet, legt die Friedensschule besonderen Wert auf die Sprachbildung und Sprachförderung.

Schon in der ersten Schulwoche im 5. Jahrgang wird der Duisburger Sprachstandstest durchgeführt, in welchem das Hörverstehen, das Leseverstehen, die Rechtschreibung und die Grammatik jedes einzelnen Schülers getestet wird. Die Ergebnisse fließen in die Unterrichtsplanung des „sprachsensiblen Förderbandes" ein. Am Ende des Schuljahres wird der sogenannte „Re-Test" geschrieben, um die  sprachlichen Lernfortschritte jedes Kindes zu ermitteln.

In dem Jahrgang 5 werden verschiedene Förderbänder angeboten. Zum einen gibt es zwei Engineeringkurse für die Schülerinnen und Schüler, die sich aufgrund ihres technisch-naturwissenschaftlichen Interesses dort angemeldet haben. Zum anderen werden sechs Kurse zur Förderung der Lese- und Schreibkompetenz mit den Modulen Deutsch (Aufarbeitung der Ergebnisse des Duisburger Sprachstandstests), Mathematik, Gesellschaftslehre und Naturwissenschaften gebildet.

Die Kinder, die ein Gutachten über eine Lese-Rechtschreib-Schwäche mitbringen oder  eine außerordentlich hohe Fehlerquote beim Rechtschreibtest (im Duisburger Sprachstandstest) aufweisen, werden den LRS- Kursen zugewiesen. In diesem Kurs wird jedes Kind einzeln gefördert, indem die Fehlerschwerpunkte ermittelt und individuelle Förderpläne mit geeignetem Materialien erstellt werden. Dabei lernt jedes Kind, die Verantwortung für seine Lernfortschritte zu übernehmen und Erfolge zu erzielen.

Kinder, für die Deutsch nicht die Muttersprache ist, spricht besonders der Kurs "Fit in Deutsch" an. Hier lernen die Schüler, mit der Sprache bewusster umzugehen. Dies wird vor allem dadurch erreicht, dass die Inhalte des Kurses parallel zum Fach Deutsch unterrichtet werden.

An drei Tagen der Woche bietet die Friedensschule Lernzeiten an, für die sich die Kinder freiwillig anmelden können. Die Lernzeiten finden in den Randstunden montags, donnerstags und freitags statt. Eltern können zu Beginn des Halbjahres entscheiden, wieviele Lernzeiten sie "buchen" wollen.
In den Lernzeiten erledigen die Schülerinnen und Schüler freiwillige Übungsaufgaben aus den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik. Außerdem gibt es genug Zeit, um Vokabeln oder für Tests zu lernen.  Die Wünsche und Bedürfnisse stehen dabei stets im Mittelpunkt.

Eine „Starthilfe für die neuen Fünfer" bietet die AG „Schüler helfen Schülern", die mittwochs stattfindet. Hier helfen in einer 1:1 Betreuung ältere Schüler den Kindern, die in Mathematik und Englisch mit schwachen Leistungen in der Friedensschule ankommen und somit einen „Anschub" brauchen. Zwei Lehrkräfte begleiten diese AG und schulen jeweils zu Beginn des Schuljahres die Tutorinnen und Tutoren. Die Zahl der Plätze für die Schülerinnen und Schüler aus dem fünften Jahrgang hängt von der Anzahl der Tutorinnen und Tutoren ab, die sich jedes Jahr neu dafür bewerben. Über die Platzvergabe wird zu Beginn des Schuljahres in einer Konferenz beraten. Die Eltern werden schriftlich darüber informiert.

In den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik gibt es jeweils eine  Fachübungsstunde, die an die Unterrichtsinhalte der Fächer gebunden ist.  Hier können die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Materialien mit unterschiedlichen Niveaus arbeiten, um so ihr Wissen zu vertiefen. Ziel ist es außerdem, das selbstorganisierte, eigenverantwortliche Arbeiten zu fördern.

Am Ende der fünften Klasse wählen die Schülerinnen und Schüler ihr Wahlpflichtfach (WP). Dieses Unterrichtsfach wird  von Klasse 6 bis 10 unterrichtet und ist neben Deutsch, Mathematik und Englisch ein Hauptfach, in dem Arbeiten geschrieben werden.

Schülerinnen und Schüler, die das Abitur anstreben, benötigen dafür eine zweite Fremdsprache. Für diese Schülerinnen und Schüler ist es unter bestimmten Voraussetzungen empfehlenswert, damit im 6. Jahrgang zu beginnen und am Ende der 10. Klasse abzuschließen.

Folgende WP-Fächer können gewählt werden:

- Arbeitslehre (am Ende von Klasse 7 werden hierfür die Schwerpunkte „Hauswirtschaft/Wirtschaft“ oder „Technik/Wirtschaft“ gewählt.

- Französisch (als zweite Fremdsprache)

- Türkisch (als zweite Fremdsprache für Schülerinnen und Schüler mit Türkisch als Muttersprache)

- Naturwissenschaften

- Darstellen und Gestalten

- Engineering

Alle Unterrichtsfächer sind gleichwertig.

 

Am Ende der sechsten Klasse werden die Schülerinnen und Schüler in den Fächern Mathematik sowie Englisch Grund- und Erweiterungskursen zugewiesen, welche später für den angestrebten Abschluss relevant sind.