Unser Preisgekröntes Video auf Festveranstaltung im Maxipark


Montag, 21. August 2023, Westfälischer Anzeiger Hamm

Friedensschluss von 1648 als Vorbild: Ex-Bundespräsident Wulff spricht in Hamm

Der Westfälische Frieden von 1648 kann zumindest in Teilen Vorbild für ein Ende des Ukraine-Kriegs sein. Diese These vertrat Ex-Bundespräsident Christian Wulff (CDU) bei einer Festveranstaltung des Vereins Westfalen zum 375-jährigen Jubiläum des Abkommens. Der Verein hatte 375 Menschen aus ganz Westfalen in den Hammer Maximilianpark eingeladen, um über den historischen Friedensschluss und seine Bedeutung für die Gegenwart zu diskutieren. Großen Applaus gab es dabei für ein preisgekröntes Video der Friedensschule. Foto: mross


Frieden wie vor 375 Jahren?

Festveranstaltung im Maximilianpark mit Ex-Bundespräsident Christian Wulff

Ein Friedensappell aus Hamm: Teilnehmer der Festveranstaltung im Maxipark erinnern an den Westfälischen Frieden von 1648. Foto: mantler/Westfalen EV

Hamm – Hamm war am Sonntag die Stadt des Westfälischen Friedens. Gut 375 Menschen aus ganz Westfalen diskutierten im Maximilianpark über den Friedensschluss von 1648 und seine Bedeutung für die Gegenwart – insbesondere mit Blick auf den Ukraine-Krieg. Dafür war auch der frühere Bundespräsident Christian Wulff nach Hamm gekommen.

Die knapp 375 Westfalen hatte der in Hamm ansässige Westfalen-Verein zusammengebracht, eben wegen des 375-jährigen Friedens-Jubiläums. Es waren neben interessierten Bürgern vor allem Abgeordnete, Bürgermeister, Dezernenten und Präsidenten aus dem ganzen Land, die der Festveranstaltung den Anschein eines kleinen Staatsaktes verliehen.

Auf der Bühne diskutierten Wulff, Schulministerin Dorothee Feller, Heimatministerin Ina Scharrenbach, der Westfalen-Vorsitzende Manfred Müller, LWL-Direktor Dr. Georg Lunemann, OB Marc Herter und sein Münsteraner Amtskollege Markus Lewe. Musik gab es vom Blechbläser-Quintett Mark.

In einem eindringlichen Grußwort bedankte sich die ukrainische Generalkonsulin Iryna Shum bei den Hammern und den Westfalen für die Solidarität und Hilfe im Angesicht des russischen Überfalls – sei es durch die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen oder die zahlreichen Hilfstransporte, die seit eineinhalb Jahren in der Ukraine eintreffen.

Besonderen Applaus gab es für den Beitrag der Friedensschule. 17 Schüler der jüngst verabschiedeten Abiturientia hatten mit Geschichtslehrerin Elisabeth Altstädt an einem Wettbewerb der Katholischen Friedensstiftung teilgenommen.

Ihr preisgekröntes 20-Minuten-Video wurde am Sonntag im Festsaal gezeigt. Zwei junge Männer kommen da an einer Hammer Theke ins Gespräch. Der eine stammt aus der Ukraine, der andere aus Russland. Sie gehen schnell auf Konfrontationskurs. Bis sich die Kellnerin einmischt, die Geschichte studiert hat und Parallelen zum Dreißigjährigen Krieg zieht…  jf

Galerie und ein Video

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